Interview Vera Lederer

Vera Lederer Interview

Vera Lederer
Rechtsanwältin im Baurecht/Real Estate

"Für mich war nach dem zweiten Examen klar, dass ich gerne in einem 'handfesten' Rechtsgebiet tätig werden möchte."

 

 

 

 

Was wollten Sie als Kind mal werden?

Ich wollte als Kind lange Zeit Tierärztin werden, bevor ich festgestellt habe, dass sich hier alles vor allem um kranke Tiere dreht. Nach dieser Erkenntnis habe ich mich lieber dem Studium des Menschen zugewandt und Psychologie studiert. Das Studium hat mir, vor allem gen Ende hin, sehr viel Spaß gemacht.

Trotzdem hatte ich nach dem zweiten Semester Lust auf etwas Neues und habe zusätzlich begonnen, Jura zu studieren. In diesem Studium habe ich insbesondere die vielen Freiheiten genossen, war im Auslandssemester in Barcelona, habe ein Praktikum in der JVA absolviert und in der Wahlstation im Referendariat in einer Kanzlei in Namibia gearbeitet. Nach dem zweiten Examen war für mich klar, dass ich mich im anwaltlichen Beruf versuchen möchte, da dieser Job im juristischen Spektrum meiner Meinung nach die meiste Abwechslung bietet.

LUTZ | ABEL als meinen ersten Arbeitgeber habe ich mir bewusst ausgesucht, weil mich die mittelständische Ausrichtung der Kanzlei einerseits und die familiäre Größe und Struktur andererseits angesprochen haben.

 

Warum haben Sie sich für das Rechtsgebiet Baurecht entschieden?

Für mich war nach dem zweiten Examen klar, dass ich gerne in einem „handfesten“ Rechtsgebiet tätig werden möchte, einem Rechtsgebiet also, in dem es nicht in erster Linie um theoretische Konstruktionen wie etwa Gesellschaftsstrukturen geht.

Mir gefiel und gefällt die Idee, die Anwendung rechtlicher Normen, z.B. Mängel und Mängelbeseitigung, ganz real mitverfolgen zu können, in dem man auf einer Baustelle die dort erbrachten Arbeiten rechtlich bewertet.

Darüber hinaus bietet das Baurecht vielfache Möglichkeiten, auch vor Gericht und damit prozessual tätig zu werden.

 

Was macht Ihnen in Ihrem Beruf als Anwältin besonders Spaß?

Insbesondere gefällt mir das Gefühl der Gestaltungsmöglichkeiten. Als Anwältin ist man nicht nur in der Lage, einen Sachverhalt rechtlich im Nachgang zu beurteilen, sondern auch, den Sachverhalt zu verändern und auf den Ausgang der Situation einzuwirken.

Darüber hinaus genieße ich es, mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun zu haben und in kurzer Zeit sehr viel zu lernen.

 

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