Joint Ventures – Rechtliche Gestaltung

Joint Ventures – Rechtliche Gestaltung Dr. Bernhard Noreisch, LL.M.

Gesellschaftsrecht
(Haufe Export Office, Februar 2005)

Angesichts der Globalisierungsstrategien internationaler Konzerne, der Eröffnung neuer Wachstumsmärkte in Osteuropa und Asien, der Verbesserung der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie der wachsenden Bereitschaft auch mittelständischer Unternehmen, sich international stärker zu engagieren, gewinnt die professionelle Gestaltung internationaler Wirtschaftsaktivitäten zunehmend an Bedeutung. Die Erscheinungsformen grenzüberschreitender Wirtschaftsaktivitäten sind vielfältig. Diese lassen sich in Abhängigkeit vom Grad der Bereitstellung von Kapital und Managementleistungen grundsätzlich in drei Grundtypen einordnen. Man unterscheidet zwischen (1) reiner Exporttätigkeit, (2) Kooperationsformen ohne Kapitalverflechtung und schließlich (3) Kooperationsformen mit Kapitalbeteiligungen. Dem dritten Grundtypus zuzuordnen ist die Errichtung eines Joint Ventures, das eine flexible, praktikable und effiziente Form der Geschäftsausweitung ermöglicht.

Den Beitrag beschäftigt sich mit den wesentlichen juristischen Grundlagen der Auslandsaktivität in Form eines Joint Ventures. Die Umsetzungsmöglichkeiten und die zu beachtenden rechtlichen Vorgaben sind je nach konkreter Gestaltungsform, dem jeweils berührten Rechtskreis und dem anzuwendenden Recht höchst unterschiedlich. Es werden die wesentlichen Strukturen und Gestaltungsprinzipien internationaler Joint Ventures überblicksartig dargestellt.