Social Media im Arbeitsverhältnis

Social Media im Arbeitsverhältnis Dr. Philipp Byers

erschienen im "schnellbrief für Personalmanagement und Arbeitsrecht" 05/2017 des C.H. BECK Verlag

Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder Xing haben auch im deutschen Arbeitsrecht erheblich an Bedeutung gewonnen. So besteht das Risiko, dass sich Mitarbeiter bei ihren Social-Media-Aktivitäten negativ über den Arbeitgeber oder Kollegen äußern. Dies kann zu einer erheblichen Störung des Betriebsfriedens führen. Auch besteht die Gefahr, dass Arbeitnehmer – oftmals unbewusst – Geschäftsgeheimnisse im Web 2.0 verraten. Insgesamt kann bei der Nutzung von Social-Media erhebliches arbeitsrechtliches Konfliktpotenzial entstehen. Der Arbeitgeber hat daher häufig ein Interesse, die Aktivitäten seiner Mitarbeiter im Web 2.0 zu kontrollieren. Dem Kontrollinteresse der Unternehmen stehen die Persönlichkeitsrechte der Arbeitnehmer entgegen. Aus diesen Gründen werden den Kontrollmöglichkeiten des Arbeitgebers enge Grenzen gesetzt.

Gastbeitrag von Dr. Philipp Byers