LUTZ | ABEL berät Klinikum Stuttgart bei innovativem Großprojekt - Zuschlag für Klinikneubau über 200 Mio. € erteilt

Ulrich Eix

Prof. Dr. Daniel Junk

Annuar Matulke

Maik Kniebel

Der Zuschlag ist erteilt: Das Klinikum Stuttgart hat erfolgreich ein wegweisendes Vergabeverfahren für den Neubau eines hochmodernen Klinikgebäudes abgeschlossen. Die Kanzlei LUTZ | ABEL Rechtsanwalts PartG mbB hat die Ausschreibung umfassend vergabe- und vertragsrechtlich begleitet – von der strategischen Planung über die Marktkonsultation bis zur finalen Zuschlagserteilung

Gegenstand des Verfahrens ist die Realisierung des 1. Bauabschnitts, Haus A am Standort Katharinenhospital, eines komplexen Neubaus mit einem Zentral-OP mit insgesamt 17 Operationssälen und einer interdisziplinären Notaufnahme – mitten in Stuttgart und unter laufendem Klinikbetrieb, nur wenige Meter vom Baufeld entfernt, inklusive fortgeführtem Hubschrauberbetrieb.

Besondere Merkmale des Projekts:

  • Auftragsvolumen rund 200 Millionen Euro

  • Zweiphasiges Partnering-Modell mit anreizbasierter Vergütung, das bundesweit Referenzcharakter hat und in dieser Form im kommunalen Umfeld – insbesondere im Raum Stuttgart – herausragend ist

  • Marktansprache vor Verfahrensstart im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung

  • Hoher Wettbewerb trotz Projektkomplexität: Mehrere qualifizierte Bieter haben bis zum Ausschreibungsende Angebote abgegeben

  • Umsetzung unter besonders anspruchsvollen Rahmenbedingungen im laufenden Klinikbetrieb

  • digitale Planung und Realisierung unter Einsatz von Building Information Modeling (BIM)

Der Neubau ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms des Klinikums Stuttgart am Standort Mitte. Das Gebäude wird über drei unterirdische und acht oberirdische Geschosse verfügen und eine Bruttogeschossfläche von rund 34.500 m² aufweisen. Der Baubeginn ist für Mitte 2026 vorgesehen, die Fertigstellung für 2029.

„Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie durch innovative Vertragsmodelle und eine enge Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Auftraggeber selbst herausfordernde Großprojekte erfolgreich vergeben werden können“, sagt Ulrich Eix, für das Vertragsdesign und die Verhandlungen federführender Partner bei LUTZ | ABEL. Und Prof. Dr. Daniel Junk, verantwortlich für das Vergabeverfahren, ergänzt: “Das Vergaberecht fördert leider nicht unbedingt innovative Vergabemodelle. Eine durchdachte Verfahrensgestaltung, die eine vertrauensvolle und qualitativ hochwertige Zusammenarbeit mit wirtschaftlich attraktiven Konditionen begründet, ist aber absolut möglich.”

Das Projekt könnte künftig als Blaupause für vergleichbare öffentliche Bauvorhaben dienen – insbesondere im Bereich Klinikbauten und Verkehrsinfrastruktur.

Beteiligte Anwälte bei LUTZ | ABEL: Ulrich Eix, Prof. Dr. Daniel Junk, Annuar Matulke, Maik Kniebel